Ei, ei, ei, Küken!

Die Klasse von Anna Perriard der 2. und 3. Primarstufe im Schulhaus Heubeeribüel haben Nachwuchs. Im Schulhaus Heubeeribüel hat die Klasse der zweiten und dritten Primarstufe von Anna Perriard befruchtete Eier ausbrüten lassen. Die geschlüpften Küken sorgen nun bei den Kindern für viel Aufregung. Und die Schülerinnen und Schüler wissen jetzt genau, was zuerst war: Das Ei natürlich, und nicht das Huhn.

Ein Idealfall: Die Lehrerin ist gleichermassen begeistert wie ihre zwanzig Kinder der zweiten und dritten Primarklasse. «Am 16. März sind die ersten zwei Küken vor den Kindern geschlüpft. Das war richtig aufregend, auch Kinder aus einer anderen Klasse konnten zuschauen.», erzählt Anna Perriard. Die Kinder hätten gestaunt, dass die Oberfläche des Inneren des Eies mit einer durchbluteten Membran überzogen war. Anna Perriard hatte die Kinder sorgfältig vorbereitet und erklärt, dass es nicht sicher sei, ob und wie viele Küken aus den zwölf Eiern schlüpfen würden. Die befruchteten Eier stammten von einem Bauernhof bei Horgenberg, auf den die Küken vor den Osterferien zurückkehren werden. Aber ein Wiedersehen ist bereits geplant: Die Kinder werden die Küken auf ihrem Schulausflug besuchen. Wie ein befruchtetes Ei an Gewicht gewinnt und nach 21 Tagen daraus ein Küken ausbricht, das schon nach wenigen Stunden piepst und Gesellschaft sucht, hat die Kinder tief berührt. «Es ist wunderschön zu sehen, wie die Kinder den Küken mit Ehrfurcht begegnen. Ein solches Erlebnis kann lebensprägend sein», sagt die Lehrerin. So war es bereits bei ihrem Bruder vor über dreissig Jahren. Im Sommer 2015 half er Anna Perriard, das Klassenzimmer einzurichten und brachte sie dabei auf die Idee, dieses Erlebnis ins Klassenzimmer zu bringen.

Keine biologischen Zweifel

Geschlüpft sind aus den zwölf Eiern schliesslich sieben Küken, überlebt haben sechs. Frage an die zwanzig Kinder der zwei Klassen: «Was war nun zuerst? Das Ei oder das Huhn? Für Louie gibt es keinen Zweifel: «Das Huhn legt das Ei.» Tim ergänzt: «Es braucht aber auch einen Hahn.» Theresa fügt an: «Es ist immer zuerst das Ei.» Zweite Frage an die Runde: Die Küken sind allein – fehlt ihnen die Mama nicht? Auch in diesem Punkt herrscht Einigkeit unter den Kindern. Camilla: «Sie wissen nicht, dass sie eine Mama haben.» Enea erklärt, warum: «Das Küken ist allein im Ei, es kennt die Mutter gar nicht.» Mia meint aber, dass den Küken nach dem Schlüpfen vielleicht die Wärme unter dem weichen Gefieder der Henne fehlen könnte. Dritte Frage an die aufgeweckten Kinder: Und was ist mit dem Papa? Die Kinder lachen, der Hahn ist für sie kein Faktor. Marius: «Der Papa fehlt nicht, die Küken kümmern sich allein um sich.» Und Nina weiss, dass der Papa auch deshalb nicht fehlt, weil er die Küken nie unter seinen Bauch nehmen würde.

Wie es sich gehört, haben die Küken auch Namen erhalten. Das zuerst geschlüpfte heisst Jolly. Für ihn wurde bereits ein Spruch kreiert: «De Jolly häti gern Maccaroni mit Tortelloni.» Auf den Besuch auf dem Bauernhof nach Ostern freuen sich die Kinder. Sie wissen, dass ihre neuen Freunde dann bereits ausgewachsen sein werden. «Sooo gross», zeigt Tim.

Foto: Felix Wally

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14:30 h | 18. Dezember 2017
Quartierverein Fluntern