Fluntern für die ganze Welt

Das Zurich Development Center in der ehemaligen Bircher-Benner-Klinik und weiteren vier historischen Bauten hat vor Kurzem eine Auffrischung erfahren. Die Ausbildungsstätte mit Hotelbetrieb soll konzernumfassend moderne Swissness ausstrahlen.

Erst auf den zweiten Blick offenbaren sich dem Besucher die architektonischen Qualitäten. Von der Keltenstrasse her erscheint die frühere Bircher-Benner-Klink, das ehemalige Sanatorium «Lebendige Kraft» aus dem Jahr 1904, als gut unterhaltene Liegenschaft. Die Südansicht zeigt jedoch eine faszinierende Integration von moderner Architektur und schützenswerter Bausubstanz. Das klassizistische Wohnhaus von Maximilian Bircher-Benner und drei Chalets wurden zu einem Hotelbetrieb umfunktioniert und unterirdisch mit dem Klinikbau verbunden. Die Vorgärten dieser perfekt renovierten Häuser bilden das Dach eines Neubaus für das Auditorium und 14 Arbeits- und Lernräume sowie die Freizeitbereiche Fitness und Wellness. Kurz: Der ganze Hang unterhalb der Bircher-Benner-Klink wurde zu einem Center verbunden. Wer an den Chalets an der Köllikerstrasse vorbeispaziert, sieht davon aber praktisch nichts. Das Zurich Development Center ist deshalb ein Paradestück einer sensiblen Transformation mit Wow-Effekt.

Ort mit Ausstrahlungskraf

Der Wunsch nach einer konzerneigenen Ausbildungsstätte entstand durch die Übernahme der Finanzdivision der British American Tobacco im Herbst 1998, wodurch damals die Zurich Financial Services Group entstand. Die Ausbildungsstätte in Fluntern sollte die neue Konzernidentität vermitteln und stärken. Baulich galt es die Frage zu lösen, wie informelle Treffen, Wissensaustausch und intensives Lernen begünstigt werden können. Die Planung und der Bau dauerten lediglich 18 Monate, dass Center wurde im Oktober 2000 eröffnet. Zurich-Sprecher Frank Keidel betont: «Es ist ein Lern-, Entwicklungs- und Begegnungszentrum für die Zurich Versicherung, ausgerichtet auf die geschäftliche, aber auch persönliche Entwicklung.» Die identitätsstiftende Komponente wirkt auch nach 17 Jahren immer noch nachhaltig, wie Yves Leuenberger, als Group Residence Manager verantwortlich für das Development Center, erklärt. «Die Mitarbeiter im Ausland kommen sehr gerne hierher und sind begeistert.» Die Kombination von altem Schweizer Stil, idyllischer Lage im Grünen mit herrlicher Sicht auf die Alpen und Hightech bringt zweifellos jeden Besucher ins Staunen. Vor Kurzem wurden in den 83 Gästezimmern (davon 66 Einzelzimmer) die Spannteppiche durch Parkettböden ersetzt und die Lobby neu gestaltet. Highlights sind das neu gestaltete Restaurant «Maximilian Bircher » mit dem kleinen Speisesaal «Andy Warhol», wo insgesamt bis zu 150 Gäste verpflegt werden können. Pro Jahr werden 3500 Essen serviert und in den Arbeits- und Lernräumen 1500 Anlässe organisiert, was mit 11 000 Übernachtungen zu einer guten Belegung der Gästezimmer führt. «Wer nach Zürich kommt, schläft wenn immer möglich hier. Wir bieten einen Viersterne-Superior Service», erklärt Leuenberger, der für den Betrieb über 39 externe und 15 interne Mitarbeiter verfügt.

Die Neugestaltung, realisiert von Innenarchitekt Andreas Ramseier, steht auch für die Innovationskraft der Zurich, die Mitarbeitende aus aller Welt in Zürich, wo der globale Versicherer 1872 gegründet wurde, erfahren sollen.

Der neu gestaltete Eingangsbereich. Foto: DBFP

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14:30 h | 18. Dezember 2017
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