Ecco qui, il caffè è pronto!

Riccardo SeitzRiccardo Seitz vor einer Espresso-Maschine der legendären Marke LaCimbali, die einen cremigen Illycafè produziert.

Riccardo Seitz führt – heute auch als Miteigentümer – seit 30 Jahren die Firma Illycafé. Der Fluntermer bewegt sich mit seinem Gourmet-Kaffee in einem Segment, das Qualitätsbewusstsein auf allen Ebenen einfordert.

Die Zahlen sind beeindruckend: Bei Illycafè in Thalwil werden 700 Tonnen Kaffeebohnen geröstet, nicht industriell, sondern gewerblich in Portionen zu jeweils 150 Kilos. Temperatur und Bohnenfarbe werden genau überwacht, denn erst eine sorgfältige und langsame Röstung setzt al diee faszinierenden Aromen frei. Gegen 1000 Aromastoffe bilden sich aus den Verbindungen von Kohlenhydraten und Proteinen, die durch Hitze bis 220 Grad entstehen. «Für eine Topqualität ist natürlich der Rohstoff entscheidend», erklärt Riccardo Seitz. Der Geschäftsführer von Illycafé bezieht Kaffeebohnen aus Indien, Indonesien, Brasilien, Äthiopien, Guatemala, Kolumbien und Mexiko. «Wir legen Wert auf eine nachhaltige und sozialverträgliche Produktion. Unser Kaffee wächst vorwiegend in zertifizierten Plantagen, zum Beispiel Utz Certified und Genossenschaften wie Max Havelaar. Das heisst, keine Kinderarbeit und faire Preise.» Spitzenqualität sei beim Kaffeeanbau in der Regel mit guten Arbeitsbedingungen verbunden, sagt Seitz, der seit vielen Jahren der CVP Zürich 7+8 angehört. «Für mich ist das eine Frage der Geschäftsethik.» Offensichtlich zahlt sich das aus: Der Kaffee von Illy wird heute in der Schweizer Spitzengastronomie serviert und Privatkunden entdecken ihn zunehmend als kostbare Alternative.

Eng mit Fluntern verbunden

Mit Fluntern ist der 60-jährige Riccardo Seitz bereits sein halbes Leben verbunden. Seit 1979 wohnt er im Quartier und davor besuchte ersechseinhalb Jahre lang die Mittelschule Dr. Buchmann an der Keltenstrasse. Obschon er Jurisprudenz studierte, stand für ihn von Anfang an fest, später den Betrieb seines Vaters, der heute 23 Beschäftigte zählt, zu übernehmen. Das Pendeln zwischen Thalwil und Fluntern fällt Riccardo Seitz nicht schwer. «Der Verkehr hat zweifellos zugenommen. Aber der Standort in einer ehemaligen Schokoladenfabrik ist für uns ideal und wenn man sich ein gutes Zeitfenster sucht, ist die Seebrücke kein Problem.» Sein Augenmerk für die Zukunft liegt zurzeit auf dem Ausbau der Privatkundschaft, die fair produzierte Schweizer Spitzenqualität schätzt, und auf dem Zugewinn von Arbeitgebern, die ihren Mitarbeitenden im Sinne eines guten Qualitätsmanagements auch einen guten Kaffee anbieten wollen.

Agenda

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14:30 h | 18. Dezember 2017
Quartierverein Fluntern