Gegenwind für die Baudirektion

Die «Arbeitsgruppe Besorgte Bürger» (AGBB) hat am 22. September einen Verein gegründet und dadurch die Beschwerdelegitimation gegen das neue Hochschulquartier erlangt. Ein Rekurs wurde bereits eingereicht.

Der Name ist Programm: Verein Zukunft Hochschulgebiet Zürich AGBB. Sein Ziel ist es, eine massvolle Entwicklung des Hochschulgebiets Zürich Zentrum mit einer besseren Berücksichtigung von städtebaulichen Belangen, Verkehr sowie Stadtklima zu ermöglichen. «Der Verein wahrt die gegen Bauvorhaben wie das Hochschulgebiet Zürich Zentrum gerichteten Interessen seiner Mitglieder und ist zu diesem Zweck befugt, im Namen seiner Mitglieder die hierzu erforderlichen Rechtsmittel zu ergreifen», wird der Vereinszweck umschrieben. Der neue Verein knüpft damit an die Ziele der AGBB-ZH an, welche ein städtebaulich differenziertes Hochschulprojekt befürwortet. Sie lehnt jedoch die im August 2017 bewilligten drei Gestaltungspläne wegen des darin geplanten Spitalkolosses an der Gloriastrasse, wegen den weiteren masslos überstellten Arealen und den Folgen für Stadtklima und Verkehr ab. Der Verein bezweckt, die Interessen der Quartiere und der ganzen Stadt Zürich unter einem Dach zu bündeln und die Baudirektion zu einem Überdenken der grenzenlosen Ansprüche zu veranlassen. Der Verein, der von Dorothea Schlapbach präsidiert wird, hat inzwischen einen Rekurs eingereicht. «Er soll primär dazu dienen, die Gestaltungspläne im Sinne von geringeren Höhen und Nutzungsflächen zugunsten der Wohnquartiere anzupassen», erklären die Vorstandsmitglieder. Es gehe dabei um das Mass und die städtebauliche Qualität eines Gesamtkonzeptes, was bis anhin einfach fehle.

So visualisiert der Kanton die künftige Aussicht von der Kirche Fluntern. Foto: Baudirektion des Kantons Zürich