Wohnungen mit Traumsicht

Wird im Meteo-Schweiz-Gebäude an der Krähbühlstrasse günstiger Wohnraum geschaffen? Der Bund will die Liegenschaft abstossen, der Kanton nicht zugreifen – somit könnte die Stadt kaufen und den CVP-Vorschlag realisieren.

CVP–Nationalrätin Kathy Riklin wollte es genau wissen. Im vergangenen März forderte sie den Bundesratin einer Anfrage auf, zu erklären, was mit dem ehemaligen Sitz der Meteo Schweiz, die an den Flughafen umgezogen ist, geschehen wird. Seit der Antwort des Bundesrates Ende Mai ist klar, dass die Liegenschaft an der Krähbühlstrasse zum Verkauf steht. In diesen Fällen haben der Kanton an erster Stelle und die Gemeinde an zweiter ein Vorkaufsrecht. Da der Kanton dem Vernehmen nach kein Interesse bekundet, könnte die Stadt Zürich zugreifen. Kathy Riklin, Mitglied der CVP-Kreispartei 7 + 8, schlägt eine sanfte Umnutzung in günstige Wohnungen vor. «Die Stadt könnte das Gebäude erwerben und dann im Baurecht an einen Interessierten abtreten», sagt die Politikerin. Diesen Vorschlag hat sie informell in den zuständigen Kreisen deponiert. Der Bundesrat wies in seiner Antwort darauf hin, dass ohnehin eine Gesamtsanierung notwendig sei. Zudem wurde vor einem Jahr das Ortsbild der Stadt Zürich in das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung aufgenommen. «Damit werden bauliche Massnahmen in dem Quartier noch aufwendiger und teurer», schreibt der Bundesrat. Deshalb wurde das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) beauftragt, die Liegenschaft zu verkaufen. «Die nötigen Abklärungen und Verkaufsvorbereitungen laufen plangemäss. Detailliertere Auskünfte geben wir gerne, sobald es konkrete Neuigkeiten gibt», sagt der BBL–Sprecher Jonas Spirig. Nun gilt es, das Angebot des BBL abzuwarten.

Der ehemalige Hauptsitz der Meteo Schweiz an der Krähenbühlstrasse. Foto: DBFP