Verwirrspiel der Post

Höflich, aber unklar: Thomas Bauer, Leiter Poststellen und Verkauf. Foto: Post AG

Mit einer Spontanaktion haben sich dreissig Quartierbewohner gegen die Schliessung der Poststelle 8044 bei Susanne Ruoff, Konzernleiterin der Schweizerischen Post, gewehrt. Die Antwort aus Bern ist verwirrend.

«Als Leiter des zuständigen Bereichs Poststellen und Verkauf antworte ich Ihnen gerne persönlich», antwortete am vergangenen 13. März Thomas Baur auf eine Spontanpetition aus Fluntern an die Postchefin Susanne Ruoff. Auf eineinhalb Seiten wiegt der Poststellenleiter in ausgesucht höflichem Ton ab. Konkret wird er nur in einem Abschnitt: «Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass für das Quartier Zürichberg noch keine Entscheide getroffen wurden. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich Ihnen lediglich bestätigen, dass in den Quartieren Zürichberg und Binz/Giesshübel die bestehenden Postfilialen durch eines oder mehrere neue Angebote ersetzt werden sollen.» Mit dieser Erklärung aus Bern wird den Fluntermern Sand in die Augen gestreut, denn die Mitarbeiter der Poststelle 8044 haben bereits neue Stellen offeriert erhalten. Die Schliessung der Poststelle am Toblerplatz ist bei der Post beschlossene Sache, offen sind nur noch die Entscheide, wie es danach weitergehen soll. «In einem nächsten Schritt nimmt die Post nun Abklärungen zu den Standorten und Partnern für die geplanten neuen Zugangspunkte auf», schreibt Baur weiter in seinem Brief. Damit bestätigt er die Schliessung – indirekt und wohldosiert.

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