Gut altern mit Aussicht

Nach dem Rückbau eines unterirdischen Spitals im Hochhaus an der Restelbergstrasse 7 sind die Diakonissen in drei Etagen wieder eingezogen. Nun entstehen im Erdgeschoss eine Cafeteria und Praxisräume. Die Hauseigentümerin Betha Immobilien AG wird ab der zweiten Jahreshälfte im Hochhaus begleitetes Wohnen anbieten.

Diakonie Bethanien

Die Diakonie Bethanien ist keine Freikirche, sondern ein selbstständiges Sozialwerk, welches als Verein organisiert ist. Der Verein engagiert sich im evangelisch-christlichen Sinne und steht der Evangelisch-methodistischen Kirche nahe. In der Schweiz umfasst sie 112 Gemeinden mit etwa 12 500 Zugehörigen. Sie steht auf dem Boden der Reformation und ist von anglikanischen, lutherischen und gemässigt calvinistischen Ausrichtungen geprägt. Die Diakonie Bethanien, die vor hundert Jahren mit ihrem Engagement am Zürichberg begonnen hatte, bleibt dem Quartier erhalten, trotz neuer Zentrale in Altstetten.
 

Fredy Jorns empfängt Besucher in seinem Büro im eleganten Neubau der Diakonie Bethanien in Altstetten. Der zwölfstöckige Gebäudekomplex ist ein grosser Wurf und beherbergt das sehr modern gestaltete Placid Hotel Zurich, das Restaurant Buckhuser, Büros, das Palliativkompetenzzentrum Pallivita Bethanien und die Kindertagstätte (Kita Bethanien Altstetten). Mit dem Verkauf der Privatklinik Bethanien an die «Genolier Swiss Medical Network SA» im Jahr 2010 wurden die Voraussetzungen geschaffen, diesen Hauptsitz mitten in der Stadt errichten zu können. «Der Zürichberg, wo einst Diakonissen Kranke pflegten, ist heute nicht mehr der Platz der breiten Bevölkerung. Denn eine Diakonie hat ihren Platz bei der Vielfalt der Menschen», lautet die Begründung für den neuen Standort in einem multikulturellen Umfeld.

Das ganze Haus zittert

Bis Ende Februar haben auch die elf Diakonissen von Fluntern hier gewohnt, weil in «ihrem Hochhaus» an der Restelbergstrasse 7 ein vor 15 Jahren stillgelegtes unterirdisches Spital der Stadt in Lagerräume umfunktioniert wurde. Der Abbruch der bis zu 130 Zentimeter dicken Mauern erschütterte das ganze Haus. «Das konnten wir den Bewohnern nicht zumuten», sagt der Direktor der Diakonie Bethanien. Die Diakonie Bethanien hatte dieses Haus ebenfalls verkauft, aber damals gleichzeitig gemietet. Heute ist sie noch Mieterin der obersten drei Etagen für elf Diakonissen. Auf den unteren Etagen wird die Eigentümerin, die Betha Immobilien AG, Zürich, ab Mitte Jahr für 43 Bewohner begleitetes Wohnen in Zweizimmerwohnungen anbieten. Diese Wohnungen entstanden in den Jahren 2007 und 2008, als das gesamte Gebäude einer Sanierung unterzogen wurde. Im ersten Untergeschoss entstehen neben Parkplätzen Gewerberäume und ein Kapellenraum. Die Diakonie Bethanien wird das Dienstleistungsangebot abdecken, das heisst die neue Cafeteria betreiben und die Betreuung beim begleiteten Wohnen sowie Spitex-Dienste anbieten. Fredy Jorns rechnet mit sieben bis neun Arbeitsstellen. Die Diakonie Bethanien betreibt zudem weiter an der Gladbachstrasse 97 das «Convita Bethanien – Wohnen und Pflege im Alter». Dort werden Seniorinnen und Senioren in 19 Ein- und Zweizimmerwohnungen betreut.

Foto: Felix Wally

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14:30 h | 18. Dezember 2017
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