Grosszügiger als nötig

Wenige Schritte von der Tramendstation Zoo entfernt soll an der Zürichbergstrasse ein Mehrfamilienhaus entstehen. Die Stadt könnte den Bau am Rande des Naherholungsgebietes einschränken – will es aber nicht.

Das geplante Mehrfamilienhaus. Foto: zVgDie Schrebergärten des Vereins Familiengärten Fluntern zwischen Krähbühl- und Zürichbergstrasse gegenüber der Tramendstation Zoo gehören der Stadt Zürich. Das Grundstück mit dem Namen «Chräbüel» umfasst knapp 7000 Quadratmeter und besitzt ein Recht (eine sogenannte Dienstbarkeit) zulasten der dahinterliegenden Grundstücke aus dem Jahre 1928. Damals wurde vereinbart, dass auf den belasteten Grundstücken «nur einfach gehaltene Einfamilienhäuser» erstellt werden dürfen. Und weiter steht im Grundbuch: «Die Überbauung hat nach einem einheitlichen Plan zu erfolgen.» Die Eigentümer der direkt an die Schrebergärten angrenzenden Doppeleinfamilienhäuser wollen jetzt ihre Liegenschaften abbrechen und ein Mehrfamilienhaus erstellen. Das eingereichte Baugesuch beinhaltet auch den Antrag, die Dienstbarkeit aus dem Jahre 1928 entsprechend anzupassen. Diese Einschränkung hatte zum Zweck, am Rande zum Naherholungsgebiet ein einheitliches, ästhetisches Erscheinungsbild sicherzustellen. Diese Schutzvorkehrung wäre heute nötiger denn je, weil die Orellistrasse ab Endstation Zoo zu einer sehr beliebten Spazierzone wurde.

Dennoch hat Grün Stadt Zürich, die als Eigentümerin der Schrebergärten auf die Einhaltung der Dienstbarkeit pochen kann, entschieden, ein Mehrfamilienhaus zu akzeptieren, wie Markus Wittmer von Grün Stadt Zürich bestätigt. Damit kann nun nach Zonenordnung das maximal Zulässige auf dem Grundstück realisiert werden. Die Stadt bietet somit Hand für ein Mehrfamilienhaus an einem zentralen Punkt am Rande des Naherholungsgebietes – zulasten der Besucher, die bei ihren Spaziergängen eine einmalige Aussicht über heute noch harmonisch gruppierte Bauten geniessen.

Grosses Bild: Anstelle des Doppeleinfamilienhauses (links) soll ein höheres Mehrfamilienhaus entstehen. Foto: Felix Wally

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