«Feriengefühle» in Fluntern

Regula SagerRegi Sager, Radiomoderatorin und Sänger, wohnt seit elf Jahren in Fluntern. Foto: zVg

Regi Sager, SRF-1-Moderatorin und Sängerin, ist auch Buchautorin. In «Zürcher Liebesgeschichten» offenbart die Badenerin eine grosse Liebe für die Stadt, die sich intensiviert hat – seit sie hier Stadtführungen macht.

So wie die bekannte Stimme am Radio klingt, erscheint Regi Sager auch im Gespräch. Sympathisch, warmherzig, und sie wirkt bedeutend jünger als ihre 59 Jahre auf dem Papier. Seit elf Jahren lebt die Moderatorin in unmittelbarer Nähe des Lokals und erlebt das Quartier als ideale Umgebung für ihre Rekreation. «Ich spaziere oft durch den Wald vom Zürichberg nach Hottingen.» Wenn sie auf dem Orelli-Weg auf die Stadt hinunterschaue, habe sie jeweils «Feriengefühle». Ihr Lieblingsort im Sommer ist deshalb der Waldrand am Zürichberg und ab und zu die Terrasse des Hotels Zürichberg. Im Winter sitzt sie derweil am liebsten hinter einer Tasse Kaffee an der Wühre – wegen der Aussicht auf das Limmatquai und das Grossmünster. «Ja, Zürich bedeutet mir viel, ich lebe in dieser Stadt seit über dreissig Jahren», sagt Regi Sager, die in Baden als Pfarrerstochter aufgewachsen ist. So viel, dass sie seit 2009 neben ihrer Radiotätigkeit als offizielle Stadtführerin von Tourismus Zürich wirkt und dabei so leidenschaftlich Anekdoten erzählt, dass ihr angeboten wurde, diese Geschichten in Buchform herauszugeben. Sie nahm das Angebot an und präsentierte vor gut einem Jahr auf 144 Seiten «Zürcher Liebesgeschichten». In ihrem speziellen Stadtführer kommentiert Regi Sager Orte und erzählt von sonderbaren Ereignissen; wie Albert Einstein auf der ETH-Terrasse um seine Kommilitonin Mileva warb und alles schrecklich endete; wie Thomas Mann in den Kellner Westermeier des Grand Hotel Dolder verliebt war; wie es Richard Wagner mit seiner Muse Mathilde Wesendonck in der Gästevilla neben dem Gutshaus, dem heutigen Museum Rietberg, hielt. Kurz: Geschichten Weltberühmter, die das Image von Zürich mitgeprägt haben und dadurch das Interesse für die Stadt auf eine unkonventionelle Weise wecken. Sagers Buch ist auf so viel positives Echo gestossen, dass 2016 eine 2. Auflage im Elster-Verlag erschienen ist, der seinen Sitz in der Nähe von Fluntern an der Hofackerstrasse hat.

Von Sara Sahara zur Jazzerin

Regi Sager studierte Anglistik und Germanistik, arbeitet seit über zwanzig Jahren bei Radio SRF 1 und singt seit ihrer Kindheit. Der Kirchenchor wurde später durch die eigene Band «Sara Sahara und the Dunes» ersetzt, die es zu einer Platte bei Emi brachte. Seit den 90er-Jahren ist sie swingend mit der Formation «Regi Sager und Special Edition» unterwegs, die Jazzstandards aus dem «Great American Songbook» und «Golden Hits» präsentiert. «Das ist entspannter und macht mir immer noch sehr viel Freude», sagt Regi Sager, die auch öffentliche und private Anlässe moderiert. Aus diesem Grund hat sie ihr Pensum bei SRF 1 auf 60 Prozent reduziert. Mit etwas Glück wird sie mit «Special Edition» am nächsten Sommerfest des Lokals zu sehen und vor allem zu hören sein.

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14:30 h | 18. Dezember 2017
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