Männer der Zukunft

Manchmal liegt das wirklich Grosse im Kleinen. Ein wunderbares Beispiel dafür sind die Seepferdchen. Sie nehmen im Wasser eine aufrechte Körperhaltung ein und verankern sich bei Bedarf mit ihrem Schwanz im Seegras. Eine weitere Besonderheit sind ihre Augen, die sie wie ein Chamäleon unabhängig voneinander bewegen können. Seepferdchen existieren in unterschiedlichen Längen von 1,3 bis 35 Zentimetern. Am aussergewöhnlichsten ist jedoch die Rolle der Männchen bei der Brutpflege. Hat sich ein Paar gefunden, beginnt ein Paartanz, der sich unter Umständen über mehrere Tage erstrecken kann. An dessen Ende platziert das Weibchen seine Eier mit ihrer Legeröhre in einer bauchseitigen Bruttasche des Männchens. Was folgt, ist eine Form von männlicher Schwangerschaft. In der Bruttasche werden die Eier befruchtet und von einem schwammartigen Gewebe umschlossen. Haben die jungen Seepferdchen ihre Entwicklung nach etwa zwei bis vier Wochen abgeschlossen, werden sie, von ihrer Eihülle befreit, durch Kontraktionen der Bruttasche quasi geboren – vom Männchen! Als Miniaturebenbilder ihrer Eltern sind sie nun auf sich selbst gestellt und beginnen ihre Jagd auf kleinste im Wasser schwebende Beutetiere. Das Männchen ist schon kurz nach der «Geburt» wieder bereit für die Aufnahme des nächsten Geleges.

Foto: Zoo Zürich

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Themenführung: Löwe, Tiger und Co

Die Themenführung «Löwe, Tiger und Co.» führt zu den Grosskatzen. Indische Löwen, Amurtiger und Schneeleoparden sind zwar alles «Asiaten», sie leben aber in gegensätzlichen Lebensräumen. Entsprechend führt die «Reise» von Indien bis nach Ostrussland, mit einem Zwischenhalt in...
18:00 h | 31. Mai 2018
ZOO Zürich