Keine Motivierten in Sicht

Der Interessengemeinschaft (IG) Klösterli droht das Aus. Der Vorstand wird an der Generalversammlung vom 1. März geschlossen zurück treten, und noch immer fehlen Nachfolger.

Das Programm für die 6. Jahresversammlung der IG Klösterli steht fest. Ein feiner Apéro im Restaurant Dieci beim Zoo ab 19 Uhr, dann um 20 Uhr die Jahresversammlung. Wie es aber danach mit der IG weitergehen soll, ist offen. Gleiches gilt für die «Klösterli-News», den Newsletter der IG. «Das ist vielleicht die letzte Ausgabe dieses Blattes!», schrieb Vorstandsmitglied Jürg Häberling in der Dezemberausgabe, denn der Vorstand hat bisher die «Klösterli-News» produziert und verteilt. «Legt sich daraus der Schluss nahe, dass gar niemand an der IG interessiert ist? Oder ist einfach die Lust an einer ehrenamtlichen Aufgabe so klein, dass niemand seine Nase zu weit vorstrecken will?», schreibt Häberling. Der Ball liegt nun bei den IG-Mitgliedern, ob der Verein aufgelöst werden soll oder ob sich doch noch ein neuer Vorstand aus der Basis finden lässt.

Das Klösterli besteht hauptsächlich aus der von Architekt Erhard Gull, Sohn des Stadtbaumeisters Gustav Gull, 1937 realisierten Einfamilienhaussiedlung. Sie ist die einzige Pultdachsiedlung der Stadt Zürich und geht auf die Initiative von Hermann Städeli zurück, Bauer und Wirt des «Alten Klösterli». Die Bezeichnung «im Klösterli» bezieht sich auf den 1127 dort gegründeten Chorherrenstift St. Martin. Die Doppeleinfamilienhäuser wurden damals gegen den Trend für ein aufgeklärtes Bürgertum gebaut. Heute sind sie sehr begehrt, was sich im starken Preisanstieg zeigt. Das Klösterli ist heute weitgehend vom Zoo umgeben und somit ein besonderer Lebensraum.

Foto: DBFP / Die von Erhard Gull 1937 realisierte Einfamilienhaussiedlung ist wegen der Pultdächer in der Stadt Zürich einzigartig.

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