Brigitte Meister, Leiterin Alterszentrum Doldertal für Demenzkranke

5 Fragen an Brigitte Meister, Leiterin Alterszentrum Doldertal
1. Haben Sie persönlich Angst vor Altersdemenz?

Angst habe ich nicht, das würde mich blockieren. Ich lebe im Jetzt.

2. Die Arbeit mit Demenzkranken ist anstrengend. Wie tanken Sie auf?

Mit einem 90-Prozent-Pensum, das mir mehr Raum für die Erholung lässt. Ich bin oft im Tessin und geniesse die Natur.

3. Was ist das Schöne an Ihrer Arbeit?

Der Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen bereitet mir Freude. Angehörige, die uns ihr Vertrauen in der Betreuung und Pflege ihrer Familienmitglieder schenken. Das Lächeln eines Menschen, der seine Sprache verloren hat. Eine Bewohnerin, die mich nach meinen Ferien mit den Worten begrüsst: «Bist du auch wieder einmal da!».

4. Wann sind Ihre Nerven gefordert?

Das Austarieren der unterschiedlichen Ansprüche zwischen den Bewohnern, den Angehörigen und Bezugspersonen sowie den Mitarbeitern des Alterszentrums Doldertal.  

5. Wird Alzheimer die grosse gesellschaftliche Herausforderung?

Bestimmt eine der grossen Herausforderungen der Gesellschaft. Mit der Krankheit verantwortlich leben, das bedeutet Hürden und Berührungsängste zu überwinden hin zu einer Gesellschaft, die demenzkranke Menschen im Alltag akzeptiert und sie so annehmen kann, wie sie sind.

Foto: DBFP

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