Kolumne Tania Oldenhage, 29.03.2017

Portrait Tania OldenhageTania Oldenhage, Pfarrerin, Ev.-ref. Kirchgemeinde Fluntern

An einem Dienstagnachmittag im Februar gab es bei unseren Deutschkursen für Flüchtlinge eine Überraschung: Während der Andrang vor dem Zvieri-Buffet normalerweise gross ist, blieben diesmal einige Brötli und sogar das eine oder andere Kuchenstück unberührt. Was war los? Hatten wir schlecht gebacken? Schnell haben wir den Grund für das ungewöhnliche Essverhalten der Schülerinnen und Schüler erfahren. Etwa ein Drittel von ihnen ist am Fasten. In den Wochen vor Ostern essen sie weder Fleisch noch Milchprodukte. Das Fasten verbindet Menschen offensichtlich über kulturelle Grenzen hinweg. Dabei war gerade das Fasten einer der grossen Streitpunkte während der Reformation. Die Zeiten haben sich geändert: «Fastest du dieses Jahr wieder?», frage ich heute meine katholische Kollegin, und es stellt sich heraus, dass wir beide mit denselben Fastenvorsätzen in die Passionszeit gehen. Natürlich kann man auch ganz unreligiös fasten – zum Beispiel der Gesundheit zuliebe. Übrigens lanciert die Evangelische Kirche in Deutschland seit mehr als zehn Jahren eine erfolgreiche Fastenkampagne, in der es weniger um den Verzicht auf Nahrungsmittel als vielmehr um den Verzicht auf bestimmte Verhaltensmuster geht. Dieses Jahr lautet das Thema: «Augenblick mal! 7 Wochen ohne Sofort». Wie das geht? Unter www.siebenwochenohne.de können Sie es nachlesen!

Tania Oldenhage

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